Urlaubsreise nach Trandal am Hjørundfjord
- 2003 - (Møre og Romsdal)

Bei den Planungen für unseren Norwegenurlaub 2003 stöberten wir auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft einmal mehr im Internet, da wir mitlerweile von kommerziellen Ferienhausanbietern Abstand genommen haben. Es gibt inzwischen eine Menge an privaten, norwegischen Ferienhausanbietern, mit denen wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht und letztendlich auch Freundschaften geschlossen haben.
So auch in diesem Fall. Wir stießen beim Web-Surfen auf die Homepage von Karin und Per Trandal.

Auf Ihrer durchaus professionell gestalteten Website bieten sie verschiedene Häuser unmittelbar am oder ca. 200 m entfernt vom Hjørundfjord an. Kurz um, da wir ja nur zu zweit und Hund "Tina" fuhren, buchten wir die 45 m²-Hütte am Berg und sollten nicht enttäuscht werden.

Die kleine Ortschaft Trandal am Hjørundfjord ist nicht über den Landweg und nur mit der Autofähre zu erreichen. Das spricht also schon dafür, das man dort die absolute Ruhe hat. Abgesehen von der wunderbaren Fjordlandschaft, kann man von Trandal aus super Wandertouren in die Berge unternehmen. Die Vermieter haben oben im Fjell noch eine kleine Berghütte gebaut, wo sich der Gast ausruhen, stärken und gar übernachten kann, wenn einmal das Wetter nicht so mitspielt. Noch zu unserer Reisezeit im August liegt auf den oberen Berghängen Schnee.
Weiterhin sind natürlich Tagestouren ins nicht weit entfernte Ålesund, Kristiansund, Molde und natürlich der Geirangerfjord ein unbedingtes Muß.
Der Sunndalsfjord ist auch nicht weit weg und so haben wir natürlich unsere alten Freunde Perly und Bjørn vom Sunndalsfjord besucht.

Ab und zu verirrt sich auch einmal ein Kreuzfahrtschiff in den Fjord, daß eigentlich in den Geirangerfjord wollte und die Einfahrt verpaßt hat.
>>Webcam vom Hjørundfjord>>

Wer im Hjørundfjord angeln will, muß zunächst einmal etwas Geduld mitbringen. Der Fjord ist nicht unbedingt einfach zu befischen, da er das Profil einer Badewanne hat. Aber nach ein paar Tagen hat man den Kniff `raus und man kennt dann die Ecken, wo durchaus auch der große Fisch steht.
Wie auch bei vielen anderen Fjorden gibt es hier, auch schon bei wenig Wind, den sogeneannten "Kamineffekt". D. h. auch schon bei eigentlich wenig Wind bauen sich auf dem Fjord selbst große Windstärken auf, die die Wellen auf dem Wasser immer höher schlagen lassen. Der Fjord ist also ziemlich unberechenbar und wenn man allein mit dem Boot herausfährt kann es durchaus gefährlich werden.

Die Reiseroute:
Wir schlugen diesesmal einen doch eher ungewöhnlichen Weg ein. Da wir schon fast alle Fährverbindungen durch hatten, wählten wir die Fähr/Brückenvariante.
Von Kiel aus ging die Fahrt nach Puttgarden (D)(Fehmarn) um dann mit der Fähre nach Rødby (DK) überzusetzen(ca. 25 Minuten). Von hier aus ging die Fahrt weiter über die E 47 (Autobahn) in Richtung Kopenhagen. Von Dragør, was unmiitelbar bei Kopenhagen liegt, ging die Fahrt dann weiter über die gewaltige Øresundbrücke nach Malmö (S). Die Sundbrücke ist Mautpflichtig und man kann ein Kombiticket (Fähre und Brücke) bei der Fa. "Knopfreisen" in Hamburg vorab bestellen. Kosten für einen normalen Pkw bis 6 m Länge ca. 150,-- € hin- und zurück.

Von Malmö ging es dann weiter über die E 6 nach Helsingborg, Halmstad, Göteborg nach Oslo. Kurz hinter Oslo haben wir uns auf einem Campingplatz eine Hütte für die Übernachtung gemietet. Die Hütte hatte wir ebenfalls vorab via Internet gebucht.
Am nächsten Morgen ging es nach einem guten Frühstück weiter die E 6 über Lillehammer bis Otta. Hier bogen wir dann nach links auf die Landstraße 15 ein und fuhren weiter in Richtung Stryn. Hinter Stryn gings dann rechts weiter über die Straßen 60 und 655 nach Leknes. Leider mußten wir auf der Provinzstraße 655 anhalten und umdrehen, weil die Weiterfahrt auf dieser Straße durch Erdrutsche unmöglich war. Wir mußten dann den Umweg über Saebø wählen (ca. 2 Std. Umweg), um dann mit der Fähre nach Trandal zu gelangen.

Anfahrtszeit:
Man sollte für eine Reise, in unserem Fall von Kiel zum Hjørundfjord, mindestens zwei Tage mit einer Übernachtung einplanen. Mehrere Fährverbindungen stehen zur Wahl. Bei der Reise fuhren wir auf der Strecke Puttgarden- Rødby(DK) . Fahrzeit ca. 25 Min.und Øresundbrücke.

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