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"Nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche wenn Sepp
Herberger (verantwortlich für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft
von 1936 bis 1942 und Bundestrainer von 1950 bis 1964) Segler gewesen wäre,
würde dieser Satz von ihm stammen. Da der Chef sich aber dem
Fußball verschrieben hatte, nimmt der Organisationsleiter der Kieler Woche,
Jobst Richter (KYC), den Ball auf. Nach einer überaus erfolgreichen
Kieler Woche 2009 mit einer überzeugenden Zahlenreihe - 3,2 Millionen Besucher,
10.000 Masten auf der Förde, 4500 Regatta-Teilnehmer, 1850 Boote aus 50 Nationen
und 500 Starts - blickt Richter nach vorn. Wir können uns nicht auf
dem Erfolg ausruhen. Unser oberstes Ziel ist es, den Segelsport voranzubringen,
und das natürlich über und mit der Kieler Woche. Da wir im nächsten
Jahr den ISAF World Sailing Cup in die Kieler Woche integrieren, möchten
wir den Seglern optimale Voraussetzung bieten, so der 57jährige Timmdorfer.
Deswegen werden wir die Kieler Woche 2010 mit den olympischen Klassen beginnen
und sogar einen Tag früher starten, erklärt Richter. Die Kieler
Woche 2010 (18. bis 28. Juni) beginnt für die olympischen Klassen bereits
am Freitag, den 19. Juni, mit einem Vorbereitungsrennen. So können die olympischen
Segler/innen frühzeitig anreisen und auf dem Kieler Revier trainieren. Der
erste Start am Samstag erfolgt dann bereits um 11 Uhr morgens. Damit stehen den
olympischen Klassen von Samstag (20. Juni) bis Mittwoch (24. Juni) fünf komplette
Regattatage zur Verfügung. Die internationalen Klassen gehen dann von Donnerstag
(25. Juni) bis Sonntag (28. Juni) an den Start. Nötig wurde die
Umstellung durch den Wunsch der olympischen Klassen, früher anreisen und
trainieren zu können. Wir mussten bisher die Aktiven der olympischen
Klassen aus Schilksee bis Dienstag Nachmittag ausschließen, da der Olympiahafen
mit den über 900 Jollen und Kielbooten der internationalen Klassen gerammelt
voll war, so Richter. Lange Schlangen vor dem Nordtor bis auf die Fördestrasse
und schlecht gelaunte Aktive, die unbedingt trainieren wollen, bevor es um die
begehrten Kieler Woche Medaillen und Titel ging, waren die Folge. In
den olympischen Klassen wird eben noch intensiver gekämpft, und die Vorbereitung
nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Dem werden wir jetzt mehr gerecht und stellen
die Kieler Woche um, so Richter. Bereits ab Mittwoch wird mit Seglern/innen
gerechnet, die trainieren wollen. Der ISAF Sailing World Cup wird
den Segelsport weiter in das öffentliche Interesse rücken und die Spannung,
Begeisterung und Ausstrahlung des Segelsports unterstreichen, so ISAF-Präsident
Göran Petersson. Es ist eine Anerkennung vom Weltseglerverband
an die sechs Veranstalter für deren bisherige Leistung für den Segelsport
national und international. Und es werden in Zukunft Terminkollisionen wie 2007
mit den Worlds in Cascais und der Kieler Woche verhindert. Die Etablierung als
Weltcup-Station ist ein Grund mehr für die Stars, nach Kiel zu kommen. Das
kann für die Qualität der Felder und damit für die Attraktivität
der Veranstaltung nur gut sein, so Jobst Richter. weitere
wichtige Informationen zur Landorganisation im Olympiahafen Schilksee, insbesondere
zur Verkehrslenkung finden Sie hier. |